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05.04.2026 00:00 |
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Folgen des Krieges gegen den Iran
Zum ersten Mal kämpft ein Volk, das von der
größten Militärmacht der Geschichte angegriffen wurde, gegen die
Militärbasen und ausländischen Investitionen seines Gegners. Dies ist
eine der Ära der Globalisierung angepasste Art der Kriegsführung, die
keiner unserer Strategen erwartet hatte. Dieser Konflikt ist
einzigartig. Er ist der Erste, der zeigen könnte, wie eine Mittelmacht
einen Sieg über eine monströse Streitmacht erringt. - Benjamin
Netanjahu ist der Sohn des Historikers Benzion Netanjahu, Privatsekretär
des Begründers.. [Quelle: voltairenet.org]
JWD
...des "revisionistischen Zionismus", Wladimir Zeev Jabotinsky:
Von
Thierry Meyssan | Quelle: Voltaire Netzwerk | Paris
(Frankreich) | 31. März 2026

Screenshot | Quelle:
voltairenet.org
|
Entgegen dem, was unsere Medien uns erklärt haben, sind die
Revolutionsgarden keine blutrünstigen Fanatiker. Sie haben ihr
eigenes Volk im Januar nicht massakriert. Sie sind Patrioten, die
ihre Zivilisation verteidigen und gegen imperialistische
Ausbeutung kämpfen. Heute geben sie uns eine Lektion in Mut, indem
sie auf die Aggression reagieren, die sie ertragen. |
Ein "revisionistischer zionistischer" Krieg
ie Netanjahu-Dynastie hat stets den "revisionistischen Zionismus" gegen
die "Zionisten" unterstützt. Letztere, angeführt von Theodor Herzl,
beabsichtigten, einen jüdischen Staat zu errichten, während Jabotinsky
behauptete, ein "Jüdisches Reich" zu schaffen.
1921 schloss Jabotinsky in der Ukraine ein Bündnis mit dem "integralen
nationalistischen" Führer Symon Petliura gegen die Bolschewiken.
Letzterer organisierte weiterhin Pogrome gegen die Juden, deren
Verteidiger Jabotinsky behauptete zu sein. Dieser Widerspruch
veranlasste Jabotinsky, aus der Zionistischen Weltorganisation (ZWO), in
der er als Mitglied des Exekutivkomitees tätig war, auszutreten.
Während Europa sich dem Zweiten Weltkrieg näherte, zeigte sich
Jabotinsky als "Faschist". Er gründete in Rom eine Miliz, die Betar,
unter dem hohen Schutz des Duce Benito Mussolini. Zu Beginn des Krieges
suchte Jabotinsky Zuflucht in einem neutralen Staat, den Vereinigten
Staaten (die erst nach der japanischen Bombardierung von Pearl Harbor in
den Krieg eintraten). Er starb in den ersten Kriegsmonaten, aber seine
Männer setzten seinen Kampf an der Seite der Faschisten und der Nazis
fort. Ob es nun schockiert oder nicht, die revisionistischen Zionisten
haben mehrere Verhandlungen mit dem Dritten Reich organisiert. Rezso
Kasztner (bekannt als "Rudolf Ysrael Kastner"), ein ungarischer
nationalistischer revisionistischer Führer, führte bis in die letzten
Kriegswochen Gespräche mit Adolf Eichmann, der für die Logistik der
"Endlösung" der Slawen, Juden und Zigeuner verantwortlich war [1].
Während seiner gesamten politischen Laufbahn hat Benjamin Netanjahu sich
auf ihn berufen. Er handelte jedoch opportunistisch und setzte sein
Ideal nicht in die Praxis um [2]. Diese Phase
endete am 29. Dezember 2022 mit der Bildung einer jüdischen
Suprematisten Koalition mit Hilfe und Unterstützung von Elliott Abrams [3].
Nach und nach wurde Benjamin Netanjahu mutiger, drohte den Angelsachsen
im Februar 2024, die "Stern-Bande" [4]
wiederherzustellen, die 1948 den Sonderbeauftragten der Vereinten
Nationen im Mandatsgebiet Palästina ermordet hatte; am 23. August 2025
erklärte er auf Hebräisch sein Festhalten an der Schaffung eines
"Groß-Israel" und rief am 15. September 2025 zur Umwandlung der
israelischen Demokratie in ein "Super-Sparta" auf. [5]
Er ist daher ein erklärter Faschist und nicht mehr ein korrupter
Politiker, der gesagt hat, dass er an "sieben Fronten" einen Krieg
führen und der iranischen Konkurrenz ein Ende setzen will.
Genau vor einem Jahr habe ich den aktuellen US-israelischen Krieg gegen
den Iran vorausgesehen [6]. Es hat keinen Sinn,
über die Ursachen dieses Konflikts zu streiten: Alle offiziellen
Rechtfertigungen haben sich als falsch erwiesen (seit 1988 gibt es kein
iranisches militärisches Nuklearprogramm mehr; Iran verfügt über keine
interkontinentalen Trägerraketen; Iran hat die Vereinigten Staaten nicht
bedroht; schließlich hat Iran seit 2019 keine Stellvertreter (Proxys)
mehr.). Es genügt festzustellen, dass er nur das "revisionistische
zionistische" Programm durchführt. Die Millionen Israelis, die gegen ihn
protestiert haben, lassen sich nicht täuschen.
Lassen Sie uns nun fragen, was die ersten Konsequenzen davon sind.
Die Explosion der Maga-BewegungDie erste
Folge dieses Krieges ist, dass er die Maga-Bewegung (Make America Great
Again!) gesprengt hat. Präsident Trumps wichtigste populäre Unterstützer
haben ihm schlagartig ihr Vertrauen entzogen. Sie akzeptieren nicht,
dass die Vereinigten Staaten allein auf Israels Wunsch in einen Krieg
verwickelt werden.
Es ist umstritten, ob Donald Trump manipuliert wurde oder ob er
handelte, um die Unterstützung der großen Banker der Diaspora für sein
Land zu retten. Das spielt keine Rolle. Tatsache ist, dass Donald Trump
seine Unterstützung in der Bevölkerung verloren hat. Seine ehemaligen
Unterstützer werden dennoch nicht zur Demokratischen Partei
überwechseln, sondern wollen den Kampf ohne ihn fortsetzen.
Die 3300 Demonstrationen vom Samstag zielten nicht darauf ab, den Krieg
im Iran zu verurteilen, sondern die Macht des Präsidenten der
Vereinigten Staaten. Sie brachten nicht nur Demokraten, sondern auch
Republikaner und Jacksonianer zusammen, die Donald Trump verdanken,
aufgewacht zu sein, ihm aber heute nicht mehr vertrauen.
Niemand nimmt das Völkerrecht mehr so wahr wie früher
Die zweite Folge dieses Krieges ist die Erkenntnis, dass die Aufnahme
eines US-Militärstützpunktes in seinem Land nicht die Verteidigung des
Landes sichert, sondern es im Gegenteil zum Kriegsziel macht. Bereits am
28. Februar 2026 protestierten alle vom Iran ins Visier genommenen
Golfstaaten heftig. Bahrain, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und die
Vereinigten Arabischen Emirate haben beim UN-Sicherheitsrat Beschwerden
eingereicht. Alle haben gegen "eine eklatante Verletzung der nationalen
Souveränität und einen direkten Angriff auf Sicherheit und territoriale
Integrität" geklagt. Sie waren sich ihres Rechts so sicher, dass sie
Irans Reaktion nicht beachteten. Teheran musste ihnen zweimal
hintereinander antworten, damit sie sich den Fakten stellten. Die Charta
der Vereinten Nationen und das Völkerrecht stimmen mit dem Iran überein:
Jeder, von einem anderen angegriffene Staat kann sich legitim gegen ihn
und gegen Dritte wenden, deren Territorium für Aggressionen genutzt
wird.
Bis jetzt hatte kein einziger Staat auf diese Weise einer US-Aggression
Widerstand geleistet. Keinem war es gelungen sich gegen ihre Interessen
im Ausland zu erheben, geschweige denn gegen ihre Militärbasen.
Für die Staatschefs des Golfs war es eine kalte Dusche. Alles, was sie
jahrzehntelang entworfen hatten, bricht zusammen. Sie sind sprachlos,
weil sie keine Alternative haben. Für Staaten dagegen, die eine
multipolare Welt anstreben, öffnet sich ein Fenster: Unabhängig vom
Preis einer Weigerung, US-Militärbasen zu beherbergen, ist es besser,
dies zu tun, als in einen verheerenden Krieg gestürzt zu werden.
China hat seine Pläne umgehend überarbeitet. Im Falle eines US-Angriffs
auf Taiwans Status wird es nicht die Insel selbst, sondern die 24
US-Militärbasen im asiatisch-pazifischen Raum angreifen. Die Nationale
Befreiungsarmee hat ihre Raketenwerfer bereits neu ausgerichtet. Alle
Staaten der Region müssen damit rechnen, in ein Schlachtfeld verwandelt
zu werden, wenn sie dem Pentagon nicht danken und es nicht höflich
bitten, sich aus ihrem Territorium zurückzuziehen.
Die US-Armeen erweisen sich als nichts anderes als
"Papiertiger"
Wie Mao Zedong sagte, sind US-Militärs nur "Papiertiger". Sie
verfügen über ein außergewöhnliches Arsenal, aber sie können diejenigen
nicht vernichten, die sich auf sie vorbereitet haben.
Natürlich kann der Iran keine israelischen und US-amerikanischen Bomber
und Raketen angreifen, aber er reagiert auf alle US-Bodenstützpunkte in
der gesamten Region. Er traf sowohl den Golf als auch Jordanien und
Zypern. Er könnte sogar US-Stützpunkte in Deutschland angreifen.
Außerdem bereitet sich Iran schon lange auf diese Konfrontation vor. Er
lagerte eine große Anzahl billiger Waffen an sicheren Orten, in Tunneln
und Bunkern in großer Tiefe. Im Moment gelingt es ihm, das Pentagon zu
zwingen, sich mit teuren technologischen Juwelen zu verteidigen. Für
jeden 25000-Dollar-Shahed-Raketenstart müssen die USA mit zwei oder drei
Patriot-Raketen im Wert von 1,3 Millionen Dollar antworten. Jetzt ist es
ein Wettlauf: Wer wird vor dem anderen ruiniert sein, die
Revolutionsgarden oder das Pentagon? Und als ob der wirtschaftliche
Druck nicht schon groß genug wäre, gehen die US-Vorräte dem Ende zu und
der militärisch-industrielle Komplex kann sie kurzfristig nicht wieder
auffüllen.
Die Trump-Methode hat ihre Grenze gefunden
Der Autor von The Art of the Deal hatte es bis jetzt immer geschafft,
seine Partner sowohl im Handel als auch in politischen Verhandlungen zu
beugen. Aber die "wahrhaftige Übertreibung" funktioniert bei Iran nicht.
Er kann wohl behaupten, "gewonnen" zu haben, doch es ist Teheran, das
die Bedingungen stellt.
Weit davon entfernt, beängstigend zu sein, ist jede Übertreibung nun
nichts anderes als eine Prahlerei. Washington kann nicht länger mit
einer Eskalation drohen, es ist Teheran, das droht. So wollte Donald
Trump am 22. März den Krieg beenden, bevor seine Armeen ohne Waffen sein
würden. Er drohte Irans Elektrizitäts-Kraftwerke zu bombardieren, falls
die Revolutionsgarden die Straße von Hormus nicht öffneten [7].
Doch Teheran reagierte sofort, indem es seinen Plan zur Eskalation
übermittelte: das israelische Stromsystem zu bombardieren – deren Pläne
es veröffentlicht hat – und Unternehmen in der Region anzugreifen, die
amerikanische Aktionäre haben [8]. Ohne zu
zögern erklärte Donald Trump, dass er mit Teheran verhandeln werde und
dass dort alle Führer wussten, dass ihre Stunden gezählt wären, wenn sie
nicht verhandeln. Er gab daher eine Frist von fünf Tagen, um diese
Verhandlungen abzuschließen [9].
Teheran hat Verhandlungen dementiert und wiederholte seine Drohungen [10].
Donald Trump gab nach und kündigte an, dass er die von ihm gesetzte
Frist verschieben würde.
Iran bleibt stark. Er griff die beiden Aluminium-Fabriken, Aluminium
Bahrain (Alba) und Emirates Global Aluminium (Ega) an. Ohne darauf zu
warten, dass die Vereinigten Staaten seine Kraftwerke bombardierten,
griff Teheran Unternehmen an, deren Hauptaktionäre US-Amerikaner sind.
Nachdem die Vereinigten Staaten und Israel die Universität für
Wissenschaft und Technologie im Nordosten der Hauptstadt sowie eine
weitere höhere Institution bombardiert hatten, warnte Teheran, dass es
sich an amerikanischen Universitäten mit Zweigstellen im Golf rächen
würde. Man denke an die Texas A&M University in Katar oder die New York
University in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Nachdem die Vereinigten Staaten oder Israel einen Hafen an der Straße
von Hormus bombardiert hatten, warnte Teheran, dass es den
Flugzeugträger USS Abraham Lincoln angreifen würde, sobald dieser in
Schussweite käme.
Auf jeden neuen Angriff reagieren die Revolutionsgarden gegen neue
US-Ziele. Sie bedrohen nacheinander alle US-Interessen im Nahen Osten.
Niemand hatte je auf diese Weise gekämpft. Es ist eine Lektion, die uns
eine große Zivilisation erteilt hat: Iran – der nicht zögert, seine
Staatsangehörigen zu ermorden, wenn sie ihn vom Ausland bedrohen – hat
niemals Terrorismus gegen Zivilisten betrieben, trotz aller israelischen
Propagandabehauptungen. Doch Teheran hat sich der Globalisierung
angepasst und greift nun US-Interessen an, wo immer sie auch sein mögen.
Präsident Trump kann nicht entkommen. Seine Witze mögen sein Publikum
unterhalten, aber das iranische Feuer verfolgt ihn. Das einzige mögliche
Ergebnis ist die Vernichtung einer ganzen Zivilisation; Eine
Perspektive, die kein gewählter Staatsmann in Betracht ziehen kann.
Israel manövriert sich selbst in eine Falle
Israel befindet sich in derselben Lage wie die Vereinigten
Staaten. Tel Aviv kann nicht auf die iranische Eskalation reagieren.
Umso mehr, da seine Armeen erschöpft sind. Sie haben einen entsetzlichen
Krieg gegen die Gaza-Bewohner geführt, ohne zu zögern, einen Völkermord
zu begehen; sie setzen ihre Kämpfe gegen die Libanesen, Syrer, Iraker
und Jemeniten fort.
Für Israel ist die wesentliche Herausforderung eher menschlicher, als
materieller Natur. Tel Aviv braucht Soldaten, kann sie aber nicht
aufstellen, ohne seine Wirtschaft langfristig zu schwächen. Es kann
alles machen, aber nicht alles zugleich.
Außerdem beginnen viele Kommentatoren zu diskutieren, wie man den
Widerstand des iranischen Volkes brechen kann: dem Modell folgen, das
Präsident Truman gegen Japan angewandt hat. Ein oder zwei Atombomben
einsetzen. Das wäre das schlimmste Verbrechen. Im Moment dreht sich die
Diskussion darum, wie die Welt reagieren würde. Könnte es möglich sein,
dass Israel erneut seiner Verantwortung entkommt?
Im Gegenteil, falls Israel seine Niederlage eingesteht, würde seine
eigene Existenz infrage gestellt. Deshalb wird es für die israelische
Opposition umso schwieriger sein, Benjamin Netanjahu zu stürzen, weil
sie dann am Totengesang ihres eigenen Heimatlandes teilnehmen wird. Es
ist daher wichtig, dass alle, die die Katastrophe verhindern wollen, der
israelischen Opposition versichern, dass sie ihr Land von der
derzeitigen faschistischen Regierung befreien und sich dem Völkerrecht
unterwerfen kann, das Israel nie respektiert hat.
Thierry Meyssan
Autor: Thierry Meyssan | Übersetzung:
Horst Frohlich | Korrekturlesen : Werner Leuthäusser
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[1] מדוע
חוסל קסטנר» (Warum wurde Kastner ermordet ?),
Nadav Kaplan, Steimatzky publishing (2024).
[6] „Nach
der Ukraine, der Iran?“, von Thierry Meyssan,
Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner
Leuthäusser, Voltaire
Netzwerk, 18. März 2025.
[8] Depesche 5111 "Irans
vier Prioritätsziele im Falle einer Eskalation", Voltaire,
internationale Nachrichten, Nr. 168, 27. März
2026.
|
Dieser Beitrag ist unter Lizenz der Creative Commons (CC
BY-NC-ND)
 |
Thierry Meyssan: Politischer Berater,
Gründer und Präsident vom Voltaire Netzwerk - Réseau Voltaire. Letztes
französisches Werk: Sous nos yeux - Du 11-Septembre à Donald Trump. |
Link zum Originaltext mit weiteren Leseempfehlungen
bei ' voltairenet.org '
..hier
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